The next Batman (DC Comics/ 2021) #1 – 4

THE NEXT BATMAN (under construction)

Writer u.a. John Ridley, Paul Jenkins, Brandon Thomas

Artist u.a. Nick Derington, Jackson Herbert, Laura Braga

Colorist u.a. Tamra Bonvillain, Gabe Eltaeb, Jordie Bellaire

(c) DC Comis


In Deutschland erscheinen die Stories wie folgt:

  • The next Batman I.+II.: Batman 55 – Future State
  • The next Batman III.+IV.: Batman 56 – Future State
  • Outsiders I.+II.: Future State Megaband (02.11.2021)
  • Arkham Knights I.+II.: Future State Megaband (02.11.2021)
  • Batgirls I. + II.: FS Batman Sonderband #2: Catwoman und Batgirls (07.12.2021)
  • Gotham City Sirens I.+II.: FS Batman Sonderband #2: Catwoman und Batgirls (07.12.2021)

THE NEXT BATMAN:

INHALT: Ein neuer Batman streift (nun komplett vermummt) durch Gotham und versucht dem Dark-Knight-Erbe gerecht zu werden. Ausgestattet mit Foxtech-Wayntech-Gadgets wappnet er sich gegen das neue „shoot-on-sight“ Gesetz (bei Sichtung sofort schießen). Mit dieser Direktive sagt Bürgermeister Nakano, noch immer gepeinigt durch die Effekte des Joker War, den Kostümierten in Gotham den Kampf an. Doch durch seine Exekutive, dem Magistart, geraten, manchmal nicht nur maskierte Personen ins Lauffeuer. Aber Hey!.. wo gearbeitet wird, fallen Späne, oder nicht..?


MEINUNG dazu: Wer ist der „neue“ Batman? Und wie kann eine 4-teilige Storyline eine authentische Geschichte über Batmans Erbe erzählen, wofür Grant Morison in Batman R.I.P. viel Vorlauf und einiges an Unterstützung durch Tie-Ins gebraucht hat? Kurz: es klappt nicht! Der neue Batman fühlt sich für mich … nicht echt an. Er benutzt die Wayntech-Gadgets wie ein Kind, was mit Papa Werkzeug herumspielt. Er versucht auf Erfahrung zurück zu greifen, die er nicht hat. Über die Person hinter der Maske erfahren wir bis dato nicht allzu, als dass es eine Erklärung dafür ist, wen oder was wir hier auf dem Papier sehen geschweige denn, was ihn antreibt (das erzählt uns John Ridley nämlich erst später in der digital First Serie Second Son). Zudem versucht der Autor hier bekannte Motive nachzuahmen (wie zb die Batman/Gordon-Beziehung), was nur spärlich gelingt.

Einzig das immer klarer werdende Bild vom Magistrat und die Vermenschlichung des Antagonisten hat mich am Comic festhalten lassen. Hier wird ganz klar zwischen Polizei und Magistrat unterschieden. Zwei von einander unabhängig agierende Institutionen. Die Zeichnung und Kolorierung sind klassisch und solide.


FAZIT: Der „next“ Batman wirkt auf mich wie jemand, der den Umhang auf den Boden liegen sieht und sich denkt: “ Ach! Warum nicht?“ Er mag seinen eigenen Antrieb haben, das wird in den vier Ausgaben aber nicht deutlich oder vertieft. Schweres Erbe, … leider (für mich) nicht gelungen, Schade!


OUTSIDERS:

INHALT: Jedermann weiß, dass das Magistrat Gotham in der Hand hat. Vieles, was früher problemlos möglich war, geht so heute nicht mehr… Masken tragen zum Beispiel. Aber selbst die Autoritäten wissen es gibt Bereiche in Gotham (die sog. Outsides), die selbst sie nicht betreten dürfen. Und wenn doch, trifft sie Katanas Schwert.

MEINUNG dazu: Ich bin ein Outsiders Neuling. Ich kenne Katana.. flüchtig, Signal habe ich nur aus der Batman-Ongoing kennengelernt und zu den stetig wechselnden Rest habe ich je nach Beliebtheit mal mehr, mal weniger Kontakt. Das trifft sich ganz gut, da ich so völlig unvoreingenommen an die Sachen herangehen konnte. Was ich an den Gotham Bänden von Future State so fesselnd finde, ist nicht nur die Umgestaltung der Stadt an sich, sondern auch die Tatsache, dass alle Stories nahezu zur gleichen Zeit spielen (evtl. mit ein paar Monaten Unterschied). Die anderen Serien schmieden sich ihre Zukunftsvisionen und zeitliche Einordnung so zurecht, dass es zur Story passt. Das ist ok, das ist gut, sorgt aber auch dafür, dass diese Stories bzw. diese Welten nie die Tiefe erreichen, welche die Geschichten um und in Gotham haben.

Die Outsiders sind dafür ein perfektes Beispiel. Es passiert nicht sehr viel. Es ist sehr action-lastig aber dennoch glaubhaft, da das Worldbuilding an andere Stelle bereits geschehen ist. Sehr gut gemacht. Die Charaktere sind authentisch und versuchen jeder auf seine Weise durch die Krise zu gelangen. Duke Thomas glaubt nach wie vor an das Gute im Menschen (ob nun maskiert oder nicht) auch wenn er dabei häufig enttäuscht wird.

Die Bilder sind … großartig. Hier sehe ich eine sehr gelungene Symbiose zwischen Writer, Artis und Colorist. In den Bänden gibt es keine sauberen Outlines, keine geraden Linien, sondern es werden durch viele Schraffuren, die schnellen, flüssigen Bewegungen und Kampfaktionen in Szene gesetzt. Ganz großes Kino… Hat mich stark beeindruckt. Dabei ist das Layout der Panels immer so akzentuiert, dass es zu jeweiligen Situation passt. Schneidet Katana mit ihrem .. naja Katana, so imitieren die Outlines des Panels Schwertschnitte. Wird eine kalte Großstadt gezeigt, sind die Panels klar und strukturiert angeordnet. Ja sogar Blitze kommen vor… Aber dafür müsst ihr die Stories selber lesen.

FAZIT: Ebenfalls ein Überraschungshit. Nicht zwingend wegen der Story (obwohl, die sehr viel Spaß gemacht hat), sondern vermehrt wegen der Optik und den künstlerischen Aspekten.. *Thumps Up*


Arkham Knights:

INHALT: Arkham Asylum ist geschlossen und verlassen, das Magistrat herrscht mit eiserner Hand über Gotham. Nun liegt es ausgerechnet an den Irren und Wahnsinnigen die Stadt zurück zu erobern. Unter diesen Irren zählen unter anderen: Killer Croc, Harvey Dent und deren (Anstalt-)Leitung Astrid Arkham (dem Arkham Knight).

MEINUNG dazu: Was Anfangs spannend und gut klingt wirkt leider recht schnell wie ein Abklatsch des bekannten Suicide Squad Prinzips. Einziger Unterschied ist, dass die Gruppe nicht staatlich geleitet wird, sondern gegen den Staat antritt. Bis auf Astrid Arkham haben die Figuren (obwohl sie mir durch aus bekannt sind) keinen bleiben Eindruck hinterlassen. Allerdings rühmt die Popularität fast ausschließlich daher, das mir ihr Auftritt aus den jüngst erschienen Detektive Comics sehr gefallen hat.

Die Story könnte dabei klassischer nicht sein und verdient daher kaum Erwähnung. Eine Gruppe kämpft gegen eine andere Gruppe… .Zeichnunge4n und Farben sind solide, werten die Bände (für mich) aber auch nicht wirklich auf. Fängt verlässlich an und endet vertraut.

FAZIT: Irgendwie wirkten die Bände auf mich wie eine „Fillerfolge“ meiner Lieblingsserie. Nicht wirklich schlecht aber ich bin auch froh, dass es hier (erstmal) nicht weiter geht. … schwer zu beurteilen. Lest selber mal und gebt mir Rückmeldung.


Batgirls:

INHALT: Die Batgirls Cassandra Cain und Stephanie Brown (wohl eher Spoiler?!) begegnen sich in einem Gefängnis, in welchem das Magistrat sowohl Villians als auch Vigilanten inhaftiert. Was anfangs nach Stutenbissigkeit wirkt entwickelt sich schnell zu einen ausgeklügelten Plan.

MEINUNG dazu: Bis zum Schluss hatte ich leider das Gefühl, dass die Story auch aus der Serie „Orange is the New Black“ kommen könnte. Die Figuren selber machen dabei leider keinen Unterschied und könnten mit jeder anderen Figur ausgetauscht werden. Einzig das Ende, was sehr vorhersehbar ist, nimmt die Protagonistinnen in den Fokus und setzt diese in das durch andere Serien gut erstellte Setting.

Auch bei der Zeichnung hatte ich mir eher etwas gewünscht, was die Schroffheit der Szenen und der Situation aufgreift. Die Outlines der Figuren ist stetig sehr dick und in den Panels findet man keine Farbverläufe, sondern harte Übergänge von Licht und Schatten. Das sieht nicht schlecht aus, untermauert aber bei mir den Vergleich mit der eben angesprochenen „Frauenknast“-Serie (nicht nur, weil die Insassen alle durchweg Orange tragen). Der Stil wirkt sehr cartoonesk und passt in meinen Augen nicht zum Thema.

FAZIT: Schade, beim Titel Batgirls hatte ich auf eine tiefgründigere Story gehofft, eine mit mehr Impact. Diese hier wirkt eher austauschbar. Farben und Zeichnungen sind gut aber nicht für die Story angemessen.

Naja, man kann bei den vielen Input nicht nur Pflaumen sonder auch Rosinen haben… und manchen Leuten Schecken ja Rosinen.


Gotham City: Sirens:

INHALT: „Girls, just wanna have FUN!“. Während die Stadt von einem militanten Extremisten „regiert“ wird, gehen die Sirens Catwoman, Poison Ivy und die neue DD (ein Android) auf Shoppingtour. Diese Ladys-Night ist Teil der Vereinbarung zwischen der Selina und Pamela und der Androidin, die den anderen beiden im Gegenzug Informationen versprochen hat, die das Blatt des Krieges wendet könnte.

MEINUNG dazu: Wenn ich die GC Sirens lese, dann erwarte ich keine große, augenöffnende und wegweisende Story mit viel Tiefe und eindrucksvollen Bildern (nagt letzteres evtl.). Das ist auch gut so, denn das habe ich auch nicht bekommen.

Die Inhaltsangaben gibt nämlich genau das wieder was sie verspricht. Eine Ladys Night. Eine Mischung aus den Filmen Hangover und Oceans Eleven. Das Harley als Sirene ausgetauscht wurde, tut dem ganzen keinen Abbruch (obwohl sie tatsächlich erwähnt wird und das in einem Zusammenhang, der mich sehr erfreut hat). Die Androidin DD ist dabei eine gute Ergänzung. Sie ist neugierig und naiv, dadurch fast schon drollig. Was zuerst wie ein Harley Quinn Klon wirkt, wird zum Ende hin erschreckend schlüssig.

FAZIT: Nicht essentielles, nichts tiefgründiges aber es ist unterhaltsam.. Wenn man es so liest, wie es gemeint ist. Bravo.. hat mir gefallen.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.