Future State: Harley Quinn (DC Comics/ 2021) #1-2

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Harley Quinn

  • #1 Harley Quinn (I.)
  • #2 Harley Quinn (II.)

Writer Stephanie Phillips

Artist Simone Di Meo

Colorist Tamra Bonvillain

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Harley Quinn I.+II.: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)

Harley Quinn

INHALT: Harleen Quinzel ist und bleibt Psychotherapeutin. Sie hat tiefgründige Fachkunde und ist in der Lage, dazu Personen zu lesen und Diagnosen auf zu stellen. Und genau diese Fähigkeit macht sich Dr. Jonathan Crane (den kennen wir doch?) zu Nutze, um im Auftrag des Magistrats „Masken“ zu jagen. Was folgt ist eine spannende Dr. Lecter / Agent Clarice-Beziehung, die zu überraschen weiß.

MEINUNG dazu: Man, was war das denn bitte? Harley Quinn hat mich in vielerlei Hinsicht total überrascht. Aber wo fange ich an?

Die Optik ist ganz anders als erwartet. Vorab: Simone Di Meo macht einen sehr guten Job. Der Zeichenstil und die Kolorierung ist sicher Geschmacksache aber mich hat es aus folgenden Gründen stark überzeugt. Die Story an sich, der Aufbau und die Panelanordnung, all das ist so aufgebaut, dass der Eindruck eines Noir-Leinwandstücks entsteht. Dabei bedienen sich die Kreativen grundsätzlich solcher Stilmittel, die man standardmäßig aus Filmen kennt. Vogel- und Froschperspektive, Lens Flare, Lichteffekte von allen Seiten, Fokusschärfe und Spotlight. Das ganze wirkt aber nicht aggressiv, wie man es erst meinen könnte. Zuerst fallen einem die Mittel gar nicht auf, bis man bemerkt, dass einem das ganze Lesen der zwei Ausgaben sehr stark an eine Serie oder einen Film erinnert. Nicht nur deswegen, sondern auch durch die Darstellung des neuen „Neon“-Gothams hatte ich die ganze Zeit das Gefühl eine Mischung aus Blade Runner und Ghost in the Shell vor mir zu haben. Das hat mich sehr überrascht … positiv überrascht.

Der Aufbau der Story unterstützt diese Gefühl ungemein. Hier haben wir die klassischen Merkmale eines 5-Akter-Theatherstücks. Aufbau, steigende Handlung, Höhepunkt, retadierendes Moment und Katastrophe (Ende). Auch Missionsbesprechungen und Flashbacks werden wie in einem Film erläutert und erklärt, währenddessen just in dem Moment auf der Leinwand genau das zu sehen ist (wie es gerne in den Oceans Filmen der Fall ist). Hier fehlt lediglich die musikalische Untermauerung.

Anfangs könnte man evtl. Probleme haben, sich mit der Ausrichtung der Protagonistin zurecht zu finde. Das empfinde ich aber als ein allgemeines Problem, da Harley zuletzt gerne als naive und impulsive, fast schon stumpfsinnige Figur gezeigt wurde, die immer noch Probleme damit hat herauszufinden, welcher Weg in ihrem Leben der richtige sei div. Black Labe Titel seien davon mal ausgenommen). Ich bin froh, dass es hier nicht mehr so ist. Harley wirkt geerdet, sie weiß was sie will und wie sie es bekommt. Das heißt aber nicht, dass sie die Eigenarten abgelegt hat. In ihr schlummert immer noch das etwas alberne Kind, nur halt… erwachsener… In meinen Augen eine gut gemachte Entwicklung.

FAZIT: Harley Quinn ist eine echter Überraschungshit. Keine Qutasch-Kömodie sondern ein sehr gut gemachter „Thriller“, der mich durch seine stilistischen Mittel absolut umgeworfen hat. Diese Serie sollte so weiter geführt werden.

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