Archiv der Kategorie: DC Future State

Future State: Green Lantern (DC Comics/ 2021) #1-2

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In Deutschland erscheinen die Storys wie folgt:

  • John Stewart: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)
  • Jessica Cruz: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Teen Lantern: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Guy Gardner: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Hal Jordan: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)

John Stewart:

INHALT: John Stewart und ein Elite-Team von Laterns sind damit beauftragt, neue Lebensformen hinter den 3.600 bekannten Sektoren des Weltraums, die vom Green Lantern Corps geschützt wurden, zu suchen. Die Tatsache, dass die Zentralbatterie erloschen ist und das gesamte Corps somit wehrlos dastehen lässt, macht die ganze Sache nicht einfacher.

MEINUNG dazu: Der Status Quo wird nur ganz nebenbei angerissen, daher ist es eher schwierig der (eigentlich gar nicht so verwirrenden) Story zu folgen. Zumal die Panels die ganze Zeit von einem Kriegertum übermannt ist, sodass für die Story sogar noch weniger Zeit bleibt.

Die Optik ist dabei widersprüchlich cartoonesk. Dicke Outlines, sehr kräftige und kontrastierende Farben bei den Aliens. Auch der Zeichenstil wirkt eher unpassend für ein Kriegsszenario.

Auf insgesamt 48 Seiten scheint nichts zu passieren, sodass man sich am Ende die Frage stellt, … was genau ist gerade passiert.

FAZIT: Optik und Story (sofern vorhanden) passt in meinen Augen nicht zu einander. Schade, ungenutztes Potential.


Jessica Cruz:

INHALT: Jessica Cruz findet sich einsam und verlassen, machtlos aber nicht kraftlos auf einer Raumstation wieder, die sie gegen die vorherrschenden Yellow Lanterns, dem Sinestro Corps verteidigen muss.

MEINUNG dazu: In 10 Seiten eine komplette Story hin zu bekommen schafft nicht jeder. Hier klappt es jedoch erstaunlich gut. Der Figur Jessica Cruz wird von Anfang an ein großer Zweifel nachgesagt, sich nicht gegen ihre Angst behaupten zu können. Was ihr in manchen bisher auch häufig zum Verhängnis wurde. Dieser Aspekt wird aufgenommen, zerknüllt und weggeworfen, denn hier ist sie bodenständig und hat sich vollends im Griff.

Zeichnungen und Farben sind sauber, passen ganz gut zum Stil des Buches. Zwischenzeitlich erschleicht einem das Gefühl sich auf der Nostromo (Schauplatz des 1. Alien-Films) zu sein, was die Bedrohung des Sinestro Corps nur noch verstärkt.

FAZIT: Kurzweiliger, schön anzusehender Umgang mit der Protagonist, die bei mir eigentlich nicht so hoch im Kurs stand. Umso erfreulicher, dass es hier gut gepasst hat.


Guy Gardner:

INHALT: Guy Gardner, gefangen in einer fernen Welt, beschließt, die Warriors Bar wieder zu eröffnen.

MEINUNG dazu: Guy ist ein Witzbold. Daher haben die Stories, in denen er auftaucht für mich auch immer einen Taika Waitiki-Touch, den ich nicht unbedingt begrüße.

Zu sehen wie er auf einem Planeten strandet und sich ohne Ring-Übersetzer zum obersten Führer entwickelt, lässt mich trocken zurück. Selbst 10 Seiten davon waren mir ein wenig zu viel. Bei Guy Gardner fehlt mir seit längerem schon die Seriosität. Etwas was ich hier ebenso erwartet wie vorgefunden habe.

FAZIT: Gardner Fans werden sicher Spaß daran haben, mir waren die 10 Seiten allerdings zu kitschig.


Teen Lantern:

INHALT: Die namenlose Teen Lantern verbündet sich mit dem Veteranen Mogo um ein buchstäbliches Dunkel abzuwenden.

MEINUNG dazu: In 10 Seiten eine Coming-Of-Age-Story? … Ja! Die Teen Lantern ist erfrischend und stellt Fragen, die nur von einem Kind kommen kann. Fragen, die sogar Altbacken-Lantern Mogo sprachlos werden lässt.

Highlight hierbei sind ganz zweifelsohne die Bilder. Die Zeichnungen sind bewusst cartoonesk. Auch hier wieder dicke Outlines, nur dass es diesmal der Story dienlich ist. Der colorist erstellt mit seinen Farben so tolle Lichteffekte, lumineszierende Pflanzen und Spots auf einem dunklen Planeten, dass dieser Aspekt ohne Zweifel das Aushängeschild der Seiten ist. .. Außerdem gibt es toll aussehende Schattenmonster 🙂

FAZIT: Bravo! Optisches Highlight, sehr gutes Handwerk von allen Kreativen.


Hal Jordan:

INHALT: Nachdem die Zentralbatterie erloschen ist, verbündet sich Hal Jordan mit seinem Kollegen Oliver Queen um Herr der Lage zu werden.

MEINUNG dazu: Diese Shortstory lässt mich ziemlich fraglos zurück. Es scheint ein Miniprolog zu dem zu sein, was wir demnächst von Green Lantern zusehen bekommen (oder in FAR Sector bereits gesehen haben?). Hal umreist in einer Raumfahrt mal ganz kurz alles was mit den Lanterns zutun hat, sämtliche Farbspektren und was weiß ich … nur um sich am Ende im selben Szenario wieder zu finden, wie sein Vorgänger Abin Sur.

Hal Jordan hat schon lange seinen Reiz für mich verloren, dieser Mini-Prolog macht es nicht besser. Wenigstens sind es angenehme Bilder. Die schraffierten Zeichnungen passen zum Movement der Figuren.

FAZIT: Meh! Naja.. es ist halt ein Prolog.. was da kommt müssen wir sehen.



Future State: Superman vs. Imperious Lex (DC Comics/ 2021) #1-3

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  • #1: Superman vs. Imperious Lex (I.)
  • #2: Superman vs. Imperious Lex (II.)
  • #3: Superman vs. Imperious Lex (III.)

Writer Mark Russell

Artist Steve Pugh

Colorist Romulo Fajardo Jr

(c) DC Comics


Die Story erscheint in Deutschland wie folgt:


Superman vs. Imperious Lex

INHALT: Lex Luthor ist es satt, sich ständig von Superman in die Schranken weisen zu lassen. Daher macht er das einzig Menschen logische: Er reist Lichtjahre entfernt zu einem Planet, den er sein Eigen nennt und deren Imperator er fortan verkörpert. Die Einwohner scheinen damit kein Problem zu haben, den ihnen ergeht es damit sehr gut (allerdings auf Kosten anderer Planeten). Als sich Luthor folglich an Lois Lane wendet, die ihrerseits die Vertreterin der Erde im ‚Bund vereinten Planeten‘ ist, um seinen Mitgliedsantrag für den Bund abzugeben, klingelt nicht nur bei seinem Nemesis Superman die Alarmglocken.

MEINUNG dazu: Batman vs. Joker, Superman vs. Lex Luthor,… diese Kämpfe sind so alt wie die Zeit. Deshalb begegne ich eine solche Konfrontation auch immer mit sehr viel Vorsicht. Dort gibt es häufig wenig neues, nichts was einem groß überraschen und damit auch umwerfen kann.

Auch hier wird das Rad nicht neu erfunden. Lex Luthor bewirbt sich selbst als Philanthrop, was allerdings wirklich dahinter steckt, liest der/die Leser*in recht schnell. Auf Kosten anderer lässt er sich solide als Heiland feiern, klar dass dies den Zorn von wirklichen Philanthropen erweckt.

Solche Storys können eigentlich leicht ermüden, doch Mark Russel schafft es recht schnell den/die Leser*in in seinen Bann zu ziehen ohne dabei die leicht austauschbare Storys zu vernachlässigen. Zudem wirken viele Aspekte der Storys leicht humoristisch, was nicht unbedingt dazu beiträgt Lex Luthor als Bedrohung zu irgendeiner Zeit ernst zu nehmen.

Die Bilder unterstützen dabei mehr das Zukunftsszenario, als die Story. Viele Panels sind sehr bunt und zeigen häufig klassische Farbkontraste (Blau/Rot vs. Grün/Lila). Dass die Bedrohung damit auch nicht authentisch wirkt, verwundert mich nicht.

FAZIT: Superman vs. Lex Luthor macht überhaupt nichts neu. Mit seiner leicht humoristischen Note sinkt ebenso der Bedrohungsgrad. Dennoch haben wir hier ein unterhaltsames Werk, was von Fans dankend angenommen werden kann. Was bleibt ist ein leicht angehobener Mundwinkel und die Phrase: „Ach Lex, Lex, Lex… wann wirst du es endlich lernen!“



Future State: Shazam (DC Comics/ 2021) #1-2

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Die Ereignisse spielen nach FS: Teen Titans

  • #1: Shazam (I.)
  • #2: Shazam (II.)

Writer Tim Sheridan

Penciller Eduardo Pansica

Inker Julio Ferreira

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Shazam I. + II. : Future State Sonderband: Shazam! (14.12.2021)

SHAZAM:

INHALT: Seit Jahren hat niemand Billy Batson gesehen – nicht seit dem Vorfall, der als die letzte Schlacht von Titans Island bekannt ist. Jetzt führen selbst seine Verbündeten eine kleine Gruppe von Helden an und fragen sich, wer den mächtigsten Sterblichen der Erde kontrolliert. Welches Opfer hat Billy gebracht um das teuflische Böse für immer wegzusperren.

MEINUNG dazu: Teen Titans hat mich ziemlich ernüchtern zurück gelassen, daher habe ich mich auf Shazam nicht unbedingt gefreut… Großer Fehler!
Shazam schließt einige Zeit nach der Titans-Story an, macht aber viele Sachen deutlich besser. Bis zur Auflösung am Ende von Issue #1 führt der Autor uns gut und rücksichtsvoll an einen (neuen/alten) Shazam. Dabei streut er, zuerst subtil später aber ganz eindeutig, Zwietracht zwischen dem/r Leser*in und dem beliebten Alias von Billy Batson, den wir bis zum Schluss nicht in den Panels sehen. Als das Mysterium schlussendlich gelüftet wird, führen die Kreativen sogar einen meiner liebsten Dämonen ein, der schon lange als vergessen galt. Diese Figur sorge nicht zuletzt für einen gut inszenierten Plottwist.

Die Bände haben vieles was man mögen kann: Gute Storys, gutes Pacing, schöne Bilder, welche Action und Emotionen sehr authentisch rüber bringen … und natürlich einen Cliffhanger, der auf Future State: Black Adam verweist (zu lesen in FS: Suicide Squad).

FAZIT: Bravo! Dass der Storyarc von den Teen Titans zwar weiter geführt wird, war mir klar… dass es mir dennoch so gut gefällt nicht! Thumbs Up!



Future State: Kara Zor-El, Superwoman (DC Comics/ 2021) #1-2

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  • #1: Kara Zor-El, Superwoman (I.)
  • #2: Kara Zor-El, Superwoman (II.)

Writer Marguerite Bennett

Artist Marguerite Sauvage

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Kara Zor-El, Superwoman I.+II.: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)

Kara Zor-El, Super-Woman:

INHALT: Kara Zor-El, Supermans hitzköpfige Cousine, hat endlich Frieden -fern ab von der Erde und ihrer Helden- gefunden. Nun als Superwoman, wacht sie über den Mond und über Flüchtlinge aus der Galaxis, die sich dort versammelt haben. Doch all das soll sich ändern, als ein Raumschiff, das von einem außer Kontrolle geratenen Außerirdischen gesteuert wird, abstürzt und Karas Welt auf den Kopf stellt!

MEINUNG dazu: Die Story könnte klassischer nicht sein. Superwoman startet komplett neu, was allen Lesern*innen natürlich einen sauberen Einstieg verschafft. Das ist auf der einen Seite ganz gut, enttäuscht allerdings auch die Leute, die nach Karas Auftritt in „Superman of Metropolis“ auf eine Fortsetzung hoffen.

Bei der Optik der zwei Bände fällt sofort auf, dass die Bilder auch aus einem Disneyfilm kommen könnte. Kara sieht Prinzessin Aurora aus Dornröschen zum Verwechseln ähnlich. Und auch sonst gibt sich der Band große Mühe dieses Bild (teils brutal) aufrecht zu halten. Ich hatte während des Lesens die ganze Zeit das Gefühl, dass nicht ich -als 32jähriger Mann- die Zielgruppe bin, sondern eher etwas jüngere Mädchen, die gerade Frozen zum x-ten Mal beendet haben. Das klingt jetzt evtl. etwas härter, als es in Wirklichkeit ist (und hey! es gibt genug 32-jährige Männer, die Frozen gut finden). Wer Geschmack an dem Stil findet, bekommt diesen hier nicht nur subtil aufgestrichen, sondern als Kniffte mit dick fett Butter drauf. Aliens morphen sich in kleine süße Tiere, die Story beschreibt eine Mutter-Kind-coming-of-age-Beziehung und Artist Marguerite Sauvage bemüht sich durchweg die Bilder in Pastellfarben zu gestalten, damit auch jeder maskuline Faktor verstrichen wird.

Hmmm… wie auch immer man nun dazu stehen mag, künstlerisch sind die Bilder dennoch schön anzusehen und die Story, naja … ist diesmal wohl eher dafür da die Bilder zu tragen und nicht andersherum.

FAZIT: Schlecht sind die Bände nicht, doch def. zielgruppenorientiert. Ob man sich dennoch damit anfreunden kann muss wohl jeder selbst entscheiden. Hübsch sieht es jedenfalls aus.



Future State: Justice League (2021/ DC Comics) #1-2

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Writer Joshua Williamson, Ram V.

Artist Marcio Takara, Robson Rocha

Inker Daniel Henriques, Marcelo Maiolo

(c) DC Comics


In Deutschland erscheinen die Stories wie folgt:


Justice League:

INHALT: Alle Mitglieder der neuen Justice League sind sich einig: Mitunter Schuld am Scheitern der alten JL war die emotionale Bindung der Mitglieder zueinander. Daher halten alle Helden*innen ihr bürgerliches Alter Ego vorerst geheim. Das dadurch Spannung entstehen ist selbstredend. Wie wichtige eine solche Basis ist müssen die Mitglieder schmerzlich feststellen, als es zu einem Mord kommt und die Hauptverdächtigen sie selbst sind… die neue Justice League

MEINUNG dazu: Joshua Williams hat einiges auf dem Kerbholz. Nailbiter, Birthright, div. Future State Titel und jetzt sogar noch die Batman Ongoing Serie. Klar, dass ich mir davon schon etwas mehr verspreche. Einige Solo-Titel der neuen Mitglieder konnten mich noch nicht begeistern wie etwa The next Batman aber auch Superman. Daher hatte ich Angst, dass mir das Zusammenspiel der Held*innen nicht zusagt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die sensible Vorsicht der Charaktere deckte sich zeitgleich mit meiner Skepsis ihnen gegenüber. Man wird als Leser langsam und ruhig an die Figuren herangeführt (für den Fall, dass man diese aus den Solo-Titel nicht kennt). Das funktioniert hervorragend bis es dann zum Ende des ersten Heftes hin natürlich zu einem Cliffhanger kommt. Bravo.. gutes Storytelling.

Artist und Inker sagten mir vorher nichts, weichen aber auch nicht sonderlich stark von einer gewohnt soliden Action-optik ab. Bei einem solchen Battlebrawler wie es Justice League immer ist, bin ich was das angeht recht schnell zu frieden – wenn es nicht gerade zu skurril wird-. Das soll deren Arbeit aber auch nicht schmäler, die Bilder sehen gut aus.

Einziges Manko: Die Story ist gut und dürfte gerne in einer 6-issue-storyline weitergehen oder wenigsten wieder aufgegriffen werden.

FAZIT: Toller Start, gerne weiter so. Die neue JL macht Spaß und besticht durch Dynamik und teils „Innovation“ (sofern man das von einem Superheldencomic sagen kann).


Justice League Dark:

INHALT: Im DC Universum beginnt eine buchstäbliche Hexenjagd. Magiewirker*innen werden eingefangen und exekutiert. So liegt es nun an Zatanna und Det. Chimp (nun vom Etrigan-Dämonen besessen) dieser Hetzjagd Einhalt zu gebieten. Dies bewältigen die zwei allerdings nur vereint mit alten aber auch neuen Mitglieder der JL: Dark.

MEINUNG dazu: Das ist jetzt mein dritter Ram V. – Future State Titel und der Kerl hat mich bisher nicht enttäuscht. Der writer und die Tatsache, dass die JL Dark Serien bisher wirklich gut waren haben meine Erwartungen natürlich in die Höhe getrieben.

Bin ich jetzt also enttäuscht? Nein, absolut nicht. Was Magie angeht hat DC in meinen Augen Marvel einiges voraus. Die Figuren machen mir hier einfach mehr Spaß. DCs Magie wirkt dabei auf mich immer so .. naja dunkel und düster, irgendwie „gritty“ (daher sicherlich auch „DARK“ Badumm TSS!). Dieses Ominöse, das „Unerklärlichen“ und die gedrückte Stimmung wird auch hier wieder klasse weiter geführt. Zudem hat man mit dem „neuen“ Team Held*innen auf die „Leinwand“ gebracht, die ich lange vermisst habe. Ram V. hat auch beim dritten Streich nicht enttäuscht.

Artist und Inker (besonders letzterer) tragen mit ihrer Kunst Maßgebliches zur Düsternis bei. Einzig, dass es als Future State gelabelt wird, lässt mich etwas rätseln. Die Story hätte genauso auch in der normalen Kontinuität spielen können… ha!.. who cares? Not me!

FAZIT: Ram V. … (Plus-)Punkt!



Future State: Teen Titan (DC Comics/ 2021) #1-2

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Die Ereignisse von Teen Titans spielen vor Shazam

  • #1 Teen Titans (I.)
  • #2 Teen Titans (II.)

Writer Tim Sheridan

Artist Rafa Sandoval

Inker Jordi Tarragona

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Teen Titans I.+II.: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)

Teen Titans

INHALT: Als die ursprünglichen New Teen Titans eine Schule gründeten, um junge Helden zu betreuen und auszubilden, wollten sie helfen, die Welt zu retten. Jahre später ist der Titans Tower ein Denkmal für einen Friedhof von Schülern, die in einer schrecklichen Schlacht verloren gingen. Nightwing, Starfire, Beast Boy und Cyborg kehren an den Ort ihres größten Versagens zurück und schließen sich Raven an, um einen Kurs gegen das Böse zu einzuschlagen, das ihr Team und ihre Schule zerstört hat. Loyalitäten werden in Frage gestellt und Personen werden verdächtig, als die ehemaligen Teenie-Helden den mysteriösen Red X – einen ehemaligen Studenten – um Hilfe bitten müssen.

MEINUNG dazu: Puuhhh… Joah was kann ich dazu sagen? Mit den Titans habe ich mich schon immer ein wenig schwer getan, daher kann meine Meinung dazu auch leider nicht sehr objektiv ausfallen.

Ich hatte gehofft den Dick Grayson aus den Nightwing Ausgaben zu bekommen, leider ist mir dieser hier aus den Teen Titans ein ganz unbekannter, sowohl optisch (wieso auch immer er zwei Suits hat?) als auch vom Verhalten her. Der Autor versucht durch Flashbacks und Storytelling eine Katastrophe zu erläutern, die jüngst zum Status Quo geführt hat. Dies will ihn aber (in meinen Augen) nicht so ganz gelingen. Zuviel ist unbekannt und muss eingefügt werden, zu viele neue Charaktere werden gezeigt, die einen (mich jedenfalls) stark verwirren. Alte Fehden werden aufgegriffen um neue Entwicklungen zu plausibilisieren, doch irgendwie wirkt es auf mich sehr überhäuft. Wer so herangeht brauch ein gutes Händchen für die Geschwindigkeit in der erzählt wird. Das hat Tim Sheridan (zumindest hier) nicht.

Wie auch bei The next Batman wird die „Road-to“ Story später bei DC nachgereicht. Ein Schachzug, den ich nicht unbedingt begrüße. Mit der Serie Teen Titans Academy werden die Ereignisse geschildert, die zum Szenario im Future State führen.

Der Cliffhanger am Ende ist dennoch interessant und macht einen neugierig auf die Serie Shazam! (Wo es mit den ein paar wenigen der Protagonisten weiter geht)

Artist und Inker schaffen es so eben noch die zwei Ausgaben auf eine „3 minus“ zu heben.

FAZIT: Durch ein fehlendes Händchen in puncto Pacing, Storytelling und New-Input wirken die zwei Ausgaben auf mich sehr überrumpelnd. Das sage ich, der nie viel Zugang zu den Titans hatte. Bitte unbedingt selber lesen und mich informieren, ob ich mit meiner Meinung falsch liege.

Future State: Robin Eternal (DC Comics/ 2021) #1-2

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  • #1: Robin Eternal (I.)
  • #2: Robin Eternal (II.)

Writer Meghan Fitzmartin

Penciller Eddy Barrows

Inker Eber Ferreira

(c) DC Comics


Die Story ist wie folgt in Deutschland erschienen:


Robin Eternal:

INHALT: Das Lazarus Harz ist auf dem Weg nach Gotham und das Magistrat versucht sich damit unsterblich zu machen. Doch bevor es das Wagnis eingeht, wird es an seinen „Cybers“ getestet, die dadurch scheinbar unzerstörbar werden. Zusammen mit Spoiler und einer neu eingeführten Figur namens Darcy stellt sich Tim Drake der Herausforderung Gothams Einwohner erneut zu retten ohne, dass sie überhaupt wissen, welches Unheil über sie kommt, sollte das Magistrat weiterhin an mehr Macht gelangen.

MEINUNG dazu: Wer hierzu Lande die Serie Detective Comics gelesen hat, dem dürfte Artist Eddy Barrows niemand unbekanntes sein (wer nicht … nachholen!). Er liefert gewohnt gute Bilder ab, die perfekt mit der Kolorierung Eber Ferreiras funktionieren.

Writerin Meghan Fitzmartin lässt mit ihrem Storytelling die Bilder flüssig, schnell und sauber umgesetzt wirken. Die Story fügt hier einen (in meinen Augen) maßgeblichen Aspekt zum Charakterbuilding des Magistrats hinzu. Die Absichten werden immer deutlicher, ehe es zum (hoffentlich bald stattfindenden) Showdown kommt. Obwohl die Serien bisher durchweg damit bestechen, dass man sie losgelöst lesen kann, verdichtet sich mittlerweile mehr und mehr der Verdacht, dass man doch die ein oder andere Serie lesen sollte um das große Ganze durchblicken zu können. Robin bildet dabei keine Ausnahme. Hier werden bewusst Eckpfeiler gesetzt, die (wenn man logisch darüber nachdenkt) noch wichtig werden (könnten).

Zudem werden sich hier Charaktere bedient, die in anderen Serien ebenso vorkommen, deren Geschichten somit also fortgeführt werden. Die Robin Eternal Story spielt eindeutig vor „The next Batman #2“ und sollte auch in der Reihenfolge gelesen werden. Was es für die Deutschleser wieder schwieriger macht, da die Batman Monatsausgabe #55 (The Next Batman #1-2) am 05.10.21 erscheint, der Sonderband Nightwing/ Robin erste 2 Wochen später. So schlimm, wie es sich aber anhört ist es allerdings nicht. Ich habe es auch in umgekehrter Reihenfolge gelesen und alles war gut..!

FAZIT: Tim Drake ändert sein Wesen genauso wenig, wie es zuletzt Selina Kyle in Catwoman (nicht) getan hat. Schön zusehen, dass es in der Zukunft auch beständige Charaktere gibt und natürlich die Kreativen dahinter, die es uns glaubhaft machen. Zudem ist die Story nicht unwichtig für das große Ganze. Der Antagonist, obwohl nicht auf der Leinwand, erhält hier sehr viel mehr Tiefe.

Robin Eternal war gut, .. hat mir gefallen .. *Thumbs UP!*

Future State: Catwoman (DC Comics/ 2021) #1-2

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die Story spielt nach den Ereignissen von „Dark Detective“ #1-4

  • #1 Catwoman (I.)
  • #2 Catwoman (II.)

Writer Ram V.

Artist Otto Schmidt

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Catwoman I.+II.: Future State – Batman Sonderband #2: Catwoman und Batgirls (07.12.2021)

Catwoman:

INHALT: Maskierte Vigilanten gelten als illegal, und das Magistrat hat einen Hochgeschwindigkeitszug beschlagnahmt, um die Gefangenen zu einer Besserungsanstalt zu bringen … und den Rest des Zuges füllt er einfach so mit unschuldigen Kindern! Catwoman ist fest entschlossen, sicherzustellen, dass der Zug sein Ziel nicht erreichen wird. Bewaffnet mit ihrem neuen magnetischen Anzug, unterstützt von ihrer treuen Bande, den „Strays“ (die Streuner) und mit ihrem neuen Schützling Cheshire Cat, muss sie das Unmögliche schaffen: den Zug selber stehlen… ! Aber Selina ist nicht die einzige Person an Bord, die Pläne für diesen Zug und seinen unerwartetsten Passagier hat!

MEINUNG dazu: Ram V. hatte mich zuletzt mit seiner Swamp Thing Ausgabe positiv überrascht, umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass er auch die Catwoman Ausgaben geschrieben hat. Obwohl vom Stil her ein ganz anderer (wer will schon Catwoman und Swamp Thing miteinander vergleichen?) hat er es auch diesmal geschafft mich lächelnd zurück zu lassen. Die zwei Ausgaben sind schnell weg gelesen, bleiben jedoch eindrucksvoll im Gedächtnis. Das Pacing der Story ist obwohl schnell fortschreitend (… wie ein Zug, sicher kein Zufall) dabei aber immer gut gemacht. Die Vorgänge wirken nicht unrealistische und neue Charaktere (oder auch alte bekannte), werden stilgetreu implementiert. Selina selbst ist fest entschlossen diesen Zug aufzuhalten, dabei geht sie genauso zielstrebig und konzentriert vor, wie sie es immer macht, wie wir sie kennen und lieben. Da die Geschichte nach den Ereignissen von Dark Detecive (also Bruce Wayne) spielt, verzichtet der Autor auf vermehrtes Worldbuilding von Gotham. Dennoch kommt dieser Aspekt nicht zu kurz.

Artist Otto Schmidt, kennt man bisher aus den Green Arrow Rebirth Ausgaben und man weiß, dass er auch dort schon einen guten Job gemacht hat. Wer ihn nicht kennt… nachholen! Seine Bilder sind, obwohl teilweise hektisch (bei Explosionen oder Kampfszenen), nie wirklich unübersichtlich. Die groben und dünnen Outlines untermauern den rauen Ton, der Protagonisten, worunter auch Selinas neu geformte Streunerbande gehört.

FAZIT: Catwoman ist unverändert gut. Sie ist wohl die bisher am wenigsten entwickelte Figur im Future State Universum, doch das muss sie auch nicht. Die Story ist schnell erzählt, unterhaltsam und … wichtig!

Future State: Swamp Thing (DC Comics/ 2021) #1-2

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SWAMP THING

  • #1 Swamp Thing (I.)
  • #2 Swamp Thing (II.)

Writer Ram V.

Artist Mike Perkins

Colorist June Chung

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Swamp Thing I.+II.: Future State Sonderband: Shazam! (14.12.2021)

Swamp Thing

INHALT: In einem vermeintlichen post-apokalyptischen Szenario erzählt Green-Father Swamp Thing uns und seinen „Kindern“, wie es zu diesem „Ende“ gekommen ist. Er erzählt von den Dingen, deren Natur es ist sich selbst zu schaden aber auch dadurch zu wachsen. Doch diese nette Geschichtsstunde wird plötzlich unterbrochen, als etwas auftaucht, was alle für längst ausgestorben hielten, ein Mensch…

MEINUNG dazu: Zu Anfang stellen sich dem Leser einiges an Fragen. Allen voran: Wie soll man das alles in 48 Seiten glaubhaft rüber bringen? Kurz: es klappt. Während die Frage um die Welt und wie sie dazu geworden ist am Anfang direkt malerisch erzählt wird, wundert man sich natürlich auch, was die vielen kleinen Swamp Thing„S“ hier zu suchen haben. Der writer Ram V. macht das unerwartet gut. Nach jeder zweiten-dritten Seite folgt eine Fullpage, die graphisch aus einem Biologiebuch kommen könnte (gute Arbeit von Mike Perkins). Auf dieser Seite erklärt Alec Holland Stück für Stück wie er es geschafft hat Sprosslinge zu kreieren und was seine Beweggründe dazu waren. Dabei geht er sehr theoretisch vor, was die Illusion eines biologischen Sachbuch noch verstärkt. Gut gemacht.

Die Stimmung der Bände ist, obwohl anfangs gar nicht erst bedrohlich, sehr mythisch. Die Einleitung kam mir fast vor wie ein dunkles Märchen. Das kommt zum einem vom Umgang des Green-Fathers (dem originalen Swamp Thing) mit seinen Sprösslingen und zum anderen durch die etwas düstere Zeichnung und Farbgebung.

FAZIT: Nachdem wir zuletzt mit bisher zwei Ausgaben Alan Moores Swamp Thing verwöhnt wurden, erwartet uns hier eine Kurzgeschichte, die die Stimmung sehr gut auffängt, weiter verarbeitet und uns schmackhaft präsentiert. Swamp Thing macht Spass, Daumen hoch!

Future State: Harley Quinn (DC Comics/ 2021) #1-2

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Harley Quinn

  • #1 Harley Quinn (I.)
  • #2 Harley Quinn (II.)

Writer Stephanie Phillips

Artist Simone Di Meo

Colorist Tamra Bonvillain

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Harley Quinn I.+II.: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)

Harley Quinn

INHALT: Harleen Quinzel ist und bleibt Psychotherapeutin. Sie hat tiefgründige Fachkunde und ist in der Lage, dazu Personen zu lesen und Diagnosen auf zu stellen. Und genau diese Fähigkeit macht sich Dr. Jonathan Crane (den kennen wir doch?) zu Nutze, um im Auftrag des Magistrats „Masken“ zu jagen. Was folgt ist eine spannende Dr. Lecter / Agent Clarice-Beziehung, die zu überraschen weiß.

MEINUNG dazu: Man, was war das denn bitte? Harley Quinn hat mich in vielerlei Hinsicht total überrascht. Aber wo fange ich an?

Die Optik ist ganz anders als erwartet. Vorab: Simone Di Meo macht einen sehr guten Job. Der Zeichenstil und die Kolorierung ist sicher Geschmacksache aber mich hat es aus folgenden Gründen stark überzeugt. Die Story an sich, der Aufbau und die Panelanordnung, all das ist so aufgebaut, dass der Eindruck eines Noir-Leinwandstücks entsteht. Dabei bedienen sich die Kreativen grundsätzlich solcher Stilmittel, die man standardmäßig aus Filmen kennt. Vogel- und Froschperspektive, Lens Flare, Lichteffekte von allen Seiten, Fokusschärfe und Spotlight. Das ganze wirkt aber nicht aggressiv, wie man es erst meinen könnte. Zuerst fallen einem die Mittel gar nicht auf, bis man bemerkt, dass einem das ganze Lesen der zwei Ausgaben sehr stark an eine Serie oder einen Film erinnert. Nicht nur deswegen, sondern auch durch die Darstellung des neuen „Neon“-Gothams hatte ich die ganze Zeit das Gefühl eine Mischung aus Blade Runner und Ghost in the Shell vor mir zu haben. Das hat mich sehr überrascht … positiv überrascht.

Der Aufbau der Story unterstützt diese Gefühl ungemein. Hier haben wir die klassischen Merkmale eines 5-Akter-Theatherstücks. Aufbau, steigende Handlung, Höhepunkt, retadierendes Moment und Katastrophe (Ende). Auch Missionsbesprechungen und Flashbacks werden wie in einem Film erläutert und erklärt, währenddessen just in dem Moment auf der Leinwand genau das zu sehen ist (wie es gerne in den Oceans Filmen der Fall ist). Hier fehlt lediglich die musikalische Untermauerung.

Anfangs könnte man evtl. Probleme haben, sich mit der Ausrichtung der Protagonistin zurecht zu finde. Das empfinde ich aber als ein allgemeines Problem, da Harley zuletzt gerne als naive und impulsive, fast schon stumpfsinnige Figur gezeigt wurde, die immer noch Probleme damit hat herauszufinden, welcher Weg in ihrem Leben der richtige sei div. Black Labe Titel seien davon mal ausgenommen). Ich bin froh, dass es hier nicht mehr so ist. Harley wirkt geerdet, sie weiß was sie will und wie sie es bekommt. Das heißt aber nicht, dass sie die Eigenarten abgelegt hat. In ihr schlummert immer noch das etwas alberne Kind, nur halt… erwachsener… In meinen Augen eine gut gemachte Entwicklung.

FAZIT: Harley Quinn ist eine echter Überraschungshit. Keine Qutasch-Kömodie sondern ein sehr gut gemachter „Thriller“, der mich durch seine stilistischen Mittel absolut umgeworfen hat. Diese Serie sollte so weiter geführt werden.