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Future State: Superman of Metropolis (DC/ Comics) #1-2

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Superman of Metropolis

Writer Sean Lewis, Brandon Easton

Artist Cully Hamner, Valentine De Landro, John Timms

Colorist Marissa Louise, Gabe Eltaeb

(C) DC Comics


in Deutschland erscheinen die Stories wie folgt:


Jonathan Kent:

INHALT: Bevor er in unbekannte Weiten aufbrach, vertraute Clark Kent seinem Sohn die Sicherheit der Erde an. Jetzt ist Jonathan Kent Superman! Oberste Priorität für diesen neuen Helden: Metropolis zu beschützen. Doch als eine neue Version von Brainiac angreift, ergreift Jon drastische Maßnahmen, die weitreichende Folgen nach sich ziehen und mit denen nicht alle aus der Superman-Familie einverstanden sind.

MEINUNG dazu: Jon hat mehr als genug zutun, seit dem sein Vater weg ist und er den metaphorischen Umhang übernahm. Das setzt ihn zunehmend unter Druck und er leidet darunter. Er verliert den Überblick und trifft im Affekt Entscheidungen, die sich später als nicht so clever herausstellen. Zuletzt kämpft er gegen eine künstliche Intelligenz (die er wohl selbst erschaffen hat) und muss sich gegen das Militär behaupten, was versucht von der KI erschaffenen Androiden, die selbst von der KI gesteuert werden, zu zerstören. …

Wowowow .. Otti! nicht so schnell! … Genau das. Das woran die zwei Bände am stärksten leiden ist das Pacing. Der Verlauf ist viel zu Inputlastig (gerade am Anfang) und wird schnell überschwänglich. Die Story könnte gut funktionieren, allerdings muss sich das Aufbauen. Der Autor versucht in zwei kurzen Ausgaben eine Setting zu etablieren, eine Krise zu erstellen und diese auch nich authentisch zu lösen. Kurzum: Es ist ihm leider nicht gelungen. Je mehr ich las, desto mehr hatte ich den Faden verloren und auch keine Lust am Ball zu bleiben. Irgendwie trotzig und enttäuscht legte ich am Ende das Tablet zur Seite, nahm es wieder auf lass den Band erneut und war nach wie vor der geleichen Meinung.

Davon abgesehen haben die Figuren (besonders Jon) im Detail leider keine Beständigkeit. Mal hat Jon ein Kinn, was einem Steinmetzt neidisch werden lässt, mal sieht er aus wie ein Footballspieler, mal wie ein kleinerer Junge. Das kann man leicht übersehen mir vierl es allerding auf und es hat mich arg gestört.

Ich habe das Gefühl, den einzig guten Job hat die Coloristin gemacht, denn die Farbe sind echt schön.

FAZIT: Schade,.. sehr Schade. Die Story leidet sehr stark am Pacing. Superman of Metropolis bekommt von mir keine Rose.


Guardian:

INHALT: Jake Jordan, der ehemalige Manhattan Guardian, kam nach Metropolis um neu anzufangen. Aber er ist nicht der einzige, der einen Neuanfang will. Eine Anarchistin, die sich Honest Mary nennt, sieht diese schwierige Zeit als Chance für eine Wiedergeburt – und sie wird die ganze Stadt niederreißen, um ihren Standpunkt zu beweisen.

MEINUNG dazu: Mit dem neuen Status Quo (den Jon in der Ausgabe davor zu verantworten hat) tun sich in Metropolis neue (alte) Helden auf. So auch der Guardian (jemand den ich vor x-Jahren mal in einem Nebensatz mitbekommen habe).

Diese Kurzgeschichte leidet ebenso unter dem Pacing. Nur das sie diesmal nicht aus dem Quark kommt. Wir haben Aufständen und … das wars! (In Meinen Augen). Nichts was irgendwie im Gedächtnis blieb.

Die Zeichnung ist etwa gewöhnungsbedürftig, könnte aber gefallen. Mir leider nicht. Zu kantig, zu wenig detailliert. Auch Schade

FAZIT: Wieder Pacing Probleme, hier nur umgekehrt. Die Story kommt nicht aus dem Quark.


Mister Miracle:

INHALT: Der aktuelle Mister Miracle, Shilo Norman, leidet unter den Folgen die Jonathan Kent zu verantworten hat. Getreu dem Credo seines Vorgängers versucht Mister Miracle einen Ausweg zu finden, doch muss es mit Bedacht heran gehen, sonst landet er vielleicht an einem unerwarteten Ort.

MEINUNG dazu: Über den neuen Mister Miracle erfährt man so gut wie nichts. Was, Wieso, … Hä? Hier folgt Action auf Action auf Action. Viel Platz für Story bleibt da nicht.

Im Kern aber die bessere Story von den in diesen Ausgaben veröffentlichten Bänden

Die Zeichnung ist mir an manchen Stellen zu stereotypisch (Shilos Nase zum Beispiel).Ansonsten indy-lastig und angemessen.

FAZIT: Der beste von den Dreien, dennoch nur solides Mittelmaß



Future State: Legion of Super-Heroes (DC Comics/ 2021) #1-2

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  • #1: Legion of Super-Heroes (I.)
  • #2: Legion of Super-Heroes (II.)

Writer Brian Michael Bendis

Artist, Cover Artist Riley Rossmo

Colorist Ivan Plascencia

(C) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:


Legion der Superhelden

INHALT: Was ist mit der Legion der Superhelden passiert? Das Team gibt es nicht mehr und die Vereinigten Planeten befinden sich im totalen Chaos, da einer der eigenen Legion die gesamte Galaxie angegriffen hat! Jeder ist betroffen…aber nicht jeder hat überlebt! Ultra Boy versucht, die Legion wieder zusammenzusetzen, um sich der Zukunft zu stellen.

MEINUNG dazu: Ich weis für manche ist Bendis ein unangefochtener Held. Ja, seine (früheren) Werke können mich heute immer noch sehr gut unterhalten. Tatsache ist allerdings, dass mich sein Superman-Run überhaupt nicht überzeugt hat. Und mit Blick auf seine Schaffensvita ist für mich auch nicht alles Gold was glänzt. Und da ich häufig sehr allergisch auf eine solche Glorifizierung reagiere, bin ich bei neuem Material immer recht skeptisch.

Bendis wirft die Legion komplett um. Wer vorher keine Berührungspunkte mit den Heroes aus der Zukunft hatte, wird hier wohl auch kein Fan werden (wie ich zum Beispiel). Die Figuren sind durch die Bank weg neu und es gibt kaum Bezug zu dem, was man hätte kennen sollen. Das muss nicht immer schlecht sein. Häufig ist ein solcher sauberer Schnitt ganz gut. Allerdings muss man sich hier nicht nur mit den neuen Protagonist*innen auseinander setzten, sondern auch mit einem komplett neuen Setting. Das kann man schaffen, wenn man sich Mühe gibt. (Mir ist es nicht gelungen)

Auf der Anderen Seite steht Riley Rossmo mit seinen fantastisch skurrilen Zeichnungen, die wir zuletzt im Death Metal Tie-In Robin King gesehen haben. Verfl***t sind die gut. Sie sind ganz anders und sehr eigen. Die Bilder erinnern durch den cartoonesken Stil sehr stark an Skottie Youngs Zeichnungen, allerdings nicht mit den dicken Outlines, die er häufig benutzt. Die raue Linineführung und die verschwommenen Farben von Ivan Plascencia machen klasse Bilder, die super zum Zukunftssetting passen.

FAZIT: Allein der Bilder wegen, lohnt sich der Band. Beim Lesen der Story war ich -zugegeben- etwas müde und nicht so konzentriert wie ich hätte sein sollen, daher wäre ein ReRead nur fair. Denn der Ersteindruck war leider nicht so gut. Sollte ich meine Meinung ändern, erfahrt Ihr es als erstes.