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Future State: Green Lantern (DC Comics/ 2021) #1-2

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In Deutschland erscheinen die Storys wie folgt:

  • John Stewart: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)
  • Jessica Cruz: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Teen Lantern: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Guy Gardner: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)
  • Hal Jordan: Future State Sonderband – Helden der Justice League (02.11.2021)

John Stewart:

INHALT: John Stewart und ein Elite-Team von Laterns sind damit beauftragt, neue Lebensformen hinter den 3.600 bekannten Sektoren des Weltraums, die vom Green Lantern Corps geschützt wurden, zu suchen. Die Tatsache, dass die Zentralbatterie erloschen ist und das gesamte Corps somit wehrlos dastehen lässt, macht die ganze Sache nicht einfacher.

MEINUNG dazu: Der Status Quo wird nur ganz nebenbei angerissen, daher ist es eher schwierig der (eigentlich gar nicht so verwirrenden) Story zu folgen. Zumal die Panels die ganze Zeit von einem Kriegertum übermannt ist, sodass für die Story sogar noch weniger Zeit bleibt.

Die Optik ist dabei widersprüchlich cartoonesk. Dicke Outlines, sehr kräftige und kontrastierende Farben bei den Aliens. Auch der Zeichenstil wirkt eher unpassend für ein Kriegsszenario.

Auf insgesamt 48 Seiten scheint nichts zu passieren, sodass man sich am Ende die Frage stellt, … was genau ist gerade passiert.

FAZIT: Optik und Story (sofern vorhanden) passt in meinen Augen nicht zu einander. Schade, ungenutztes Potential.


Jessica Cruz:

INHALT: Jessica Cruz findet sich einsam und verlassen, machtlos aber nicht kraftlos auf einer Raumstation wieder, die sie gegen die vorherrschenden Yellow Lanterns, dem Sinestro Corps verteidigen muss.

MEINUNG dazu: In 10 Seiten eine komplette Story hin zu bekommen schafft nicht jeder. Hier klappt es jedoch erstaunlich gut. Der Figur Jessica Cruz wird von Anfang an ein großer Zweifel nachgesagt, sich nicht gegen ihre Angst behaupten zu können. Was ihr in manchen bisher auch häufig zum Verhängnis wurde. Dieser Aspekt wird aufgenommen, zerknüllt und weggeworfen, denn hier ist sie bodenständig und hat sich vollends im Griff.

Zeichnungen und Farben sind sauber, passen ganz gut zum Stil des Buches. Zwischenzeitlich erschleicht einem das Gefühl sich auf der Nostromo (Schauplatz des 1. Alien-Films) zu sein, was die Bedrohung des Sinestro Corps nur noch verstärkt.

FAZIT: Kurzweiliger, schön anzusehender Umgang mit der Protagonist, die bei mir eigentlich nicht so hoch im Kurs stand. Umso erfreulicher, dass es hier gut gepasst hat.


Guy Gardner:

INHALT: Guy Gardner, gefangen in einer fernen Welt, beschließt, die Warriors Bar wieder zu eröffnen.

MEINUNG dazu: Guy ist ein Witzbold. Daher haben die Stories, in denen er auftaucht für mich auch immer einen Taika Waitiki-Touch, den ich nicht unbedingt begrüße.

Zu sehen wie er auf einem Planeten strandet und sich ohne Ring-Übersetzer zum obersten Führer entwickelt, lässt mich trocken zurück. Selbst 10 Seiten davon waren mir ein wenig zu viel. Bei Guy Gardner fehlt mir seit längerem schon die Seriosität. Etwas was ich hier ebenso erwartet wie vorgefunden habe.

FAZIT: Gardner Fans werden sicher Spaß daran haben, mir waren die 10 Seiten allerdings zu kitschig.


Teen Lantern:

INHALT: Die namenlose Teen Lantern verbündet sich mit dem Veteranen Mogo um ein buchstäbliches Dunkel abzuwenden.

MEINUNG dazu: In 10 Seiten eine Coming-Of-Age-Story? … Ja! Die Teen Lantern ist erfrischend und stellt Fragen, die nur von einem Kind kommen kann. Fragen, die sogar Altbacken-Lantern Mogo sprachlos werden lässt.

Highlight hierbei sind ganz zweifelsohne die Bilder. Die Zeichnungen sind bewusst cartoonesk. Auch hier wieder dicke Outlines, nur dass es diesmal der Story dienlich ist. Der colorist erstellt mit seinen Farben so tolle Lichteffekte, lumineszierende Pflanzen und Spots auf einem dunklen Planeten, dass dieser Aspekt ohne Zweifel das Aushängeschild der Seiten ist. .. Außerdem gibt es toll aussehende Schattenmonster 🙂

FAZIT: Bravo! Optisches Highlight, sehr gutes Handwerk von allen Kreativen.


Hal Jordan:

INHALT: Nachdem die Zentralbatterie erloschen ist, verbündet sich Hal Jordan mit seinem Kollegen Oliver Queen um Herr der Lage zu werden.

MEINUNG dazu: Diese Shortstory lässt mich ziemlich fraglos zurück. Es scheint ein Miniprolog zu dem zu sein, was wir demnächst von Green Lantern zusehen bekommen (oder in FAR Sector bereits gesehen haben?). Hal umreist in einer Raumfahrt mal ganz kurz alles was mit den Lanterns zutun hat, sämtliche Farbspektren und was weiß ich … nur um sich am Ende im selben Szenario wieder zu finden, wie sein Vorgänger Abin Sur.

Hal Jordan hat schon lange seinen Reiz für mich verloren, dieser Mini-Prolog macht es nicht besser. Wenigstens sind es angenehme Bilder. Die schraffierten Zeichnungen passen zum Movement der Figuren.

FAZIT: Meh! Naja.. es ist halt ein Prolog.. was da kommt müssen wir sehen.



Future State: Justice League (2021/ DC Comics) #1-2

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Writer Joshua Williamson, Ram V.

Artist Marcio Takara, Robson Rocha

Inker Daniel Henriques, Marcelo Maiolo

(c) DC Comics


In Deutschland erscheinen die Stories wie folgt:


Justice League:

INHALT: Alle Mitglieder der neuen Justice League sind sich einig: Mitunter Schuld am Scheitern der alten JL war die emotionale Bindung der Mitglieder zueinander. Daher halten alle Helden*innen ihr bürgerliches Alter Ego vorerst geheim. Das dadurch Spannung entstehen ist selbstredend. Wie wichtige eine solche Basis ist müssen die Mitglieder schmerzlich feststellen, als es zu einem Mord kommt und die Hauptverdächtigen sie selbst sind… die neue Justice League

MEINUNG dazu: Joshua Williams hat einiges auf dem Kerbholz. Nailbiter, Birthright, div. Future State Titel und jetzt sogar noch die Batman Ongoing Serie. Klar, dass ich mir davon schon etwas mehr verspreche. Einige Solo-Titel der neuen Mitglieder konnten mich noch nicht begeistern wie etwa The next Batman aber auch Superman. Daher hatte ich Angst, dass mir das Zusammenspiel der Held*innen nicht zusagt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die sensible Vorsicht der Charaktere deckte sich zeitgleich mit meiner Skepsis ihnen gegenüber. Man wird als Leser langsam und ruhig an die Figuren herangeführt (für den Fall, dass man diese aus den Solo-Titel nicht kennt). Das funktioniert hervorragend bis es dann zum Ende des ersten Heftes hin natürlich zu einem Cliffhanger kommt. Bravo.. gutes Storytelling.

Artist und Inker sagten mir vorher nichts, weichen aber auch nicht sonderlich stark von einer gewohnt soliden Action-optik ab. Bei einem solchen Battlebrawler wie es Justice League immer ist, bin ich was das angeht recht schnell zu frieden – wenn es nicht gerade zu skurril wird-. Das soll deren Arbeit aber auch nicht schmäler, die Bilder sehen gut aus.

Einziges Manko: Die Story ist gut und dürfte gerne in einer 6-issue-storyline weitergehen oder wenigsten wieder aufgegriffen werden.

FAZIT: Toller Start, gerne weiter so. Die neue JL macht Spaß und besticht durch Dynamik und teils „Innovation“ (sofern man das von einem Superheldencomic sagen kann).


Justice League Dark:

INHALT: Im DC Universum beginnt eine buchstäbliche Hexenjagd. Magiewirker*innen werden eingefangen und exekutiert. So liegt es nun an Zatanna und Det. Chimp (nun vom Etrigan-Dämonen besessen) dieser Hetzjagd Einhalt zu gebieten. Dies bewältigen die zwei allerdings nur vereint mit alten aber auch neuen Mitglieder der JL: Dark.

MEINUNG dazu: Das ist jetzt mein dritter Ram V. – Future State Titel und der Kerl hat mich bisher nicht enttäuscht. Der writer und die Tatsache, dass die JL Dark Serien bisher wirklich gut waren haben meine Erwartungen natürlich in die Höhe getrieben.

Bin ich jetzt also enttäuscht? Nein, absolut nicht. Was Magie angeht hat DC in meinen Augen Marvel einiges voraus. Die Figuren machen mir hier einfach mehr Spaß. DCs Magie wirkt dabei auf mich immer so .. naja dunkel und düster, irgendwie „gritty“ (daher sicherlich auch „DARK“ Badumm TSS!). Dieses Ominöse, das „Unerklärlichen“ und die gedrückte Stimmung wird auch hier wieder klasse weiter geführt. Zudem hat man mit dem „neuen“ Team Held*innen auf die „Leinwand“ gebracht, die ich lange vermisst habe. Ram V. hat auch beim dritten Streich nicht enttäuscht.

Artist und Inker (besonders letzterer) tragen mit ihrer Kunst Maßgebliches zur Düsternis bei. Einzig, dass es als Future State gelabelt wird, lässt mich etwas rätseln. Die Story hätte genauso auch in der normalen Kontinuität spielen können… ha!.. who cares? Not me!

FAZIT: Ram V. … (Plus-)Punkt!