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Future State: Wonder Woman (2021/ DC Comics) #1-2

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Wonder Woman

  • #1 Wonder Woman (I.)
  • #2 Wonder Woman (II.)

Writer, Artist, Cover Artist Joëlle Jones

Colorist, Cover Artist Jordie Bellaire

(C) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:


WONDER WOMAN:

INHALT: Die junge Yara Flor, eine brasilianische Amazonin, versucht mit Hilfe eines Hydrazahns in die Unterwelt zu gelangen, um dort ihre gefallene Kriegerfreundin Potira aus den Händen von Hades zu „befreien“. Dabei erhält sie (teilweise jedenfalls) Unterstützung von der „Druidin“ des Waldes Caipora.


MEINUNG dazu: Jöelle Jones (Writer und Artist zugleich) bedient sich nicht nur der klassischen griechischen Mythologie sondern ebenfalls aus Teilen der Guaranis (dem indigenen Volk aus Südamerika). Mit Yara haben wir eine neue Wonder Woman erhalten von der wir bisher noch nicht viel wissen. Wer ist sie? Wo kommt sie her? Was sind ihre Beweggründe? Vieles davon erfahren wir erst etwas später in der Serie Wonder Girl (ebenfalls Jöelle Jones). Yara ist jung, impulsiv und etwas ungehalten, wenn es darum geht ihren Willen durchzusetzen. Diese Charakterzüge werden auf den insgesamt 45 Seiten Storytelling gut und authentisch herübergebracht. Die Darstellung des Limbus ist recht ungewohnt und befremdlich, sorgte aber für kurzweilige Belustigung.

Was bei diesen zwei Bänden allerdings so heraussticht ist das Artwork. Jöelle Jones versteht in meinen Augen wirklich viel von ihrem Handwerk. Die Szenen sind gut rüber gebracht, die Panels sind fantastisch gesetzt und spiegeln die Atmosphäre gut wieder. In hektischen Kampfszenen sind die Bilder überlappend und wild angeordnet, während in der trockenen Bürokratie der Unterwelt alles akkurat und geradlinig wirkt.

Die Zeichnungen selbst ist dabei nicht weniger stark. Die Figuren sehen super aus. Die Outline sind etwas dicker, was teils cartoonesk wirkt, dabei aber auch nicht so sehr, als dass kitschig wird. Die Menschen und Tiere sind dennoch real gezeichnet. Einzig könnte man bemängeln, dass Yara’s Uniform etwas zu lasziv aussieht. Ihr Body verdeckt alles vom Hals bis zu den Knöcheln, lässt im unterem Bereich allerdings soviel frei, dass es für Sie, als Kriegerin vielleicht bequem sein mag und Bewegungsfreiheit bietet, uns allerdings aber auch teils einen verschärften Einblick auf ihren Podex und Umgebung bietet. Man könnte sich daran stören, ich allerdings habe mich damit angefreundet, da auch unsere Athleten, aus den eben genannten Gründen, zu meist sehr leicht bekleidet sind. Es wirkt also realistisch.

Mir hat Wonder Woman sehr gut gefallen. Die Story trägt mit ihrem Ende sicherlich zur Charakterentwicklung von Yara Flor bei, einer Figur von der ich hoffe, demnächst noch mehr zu sehen. Und das, obwohl ich mit Wonder Woman in der Regel so gar nichts anfangen kann.


FAZIT: Yara Flor ist eine junge und authentische Wonder Woman. Die zwei Issues erklären uns nicht viel von ihr, sorgen aber dafür, dass man Sympathie für den Charakter entwickelt und man als bald mehr von ihr sehen möchte. Klare Empfehlung!