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Future State: Robin Eternal (DC Comics/ 2021) #1-2

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  • #1: Robin Eternal (I.)
  • #2: Robin Eternal (II.)

Writer Meghan Fitzmartin

Penciller Eddy Barrows

Inker Eber Ferreira

(c) DC Comics


Die Story ist wie folgt in Deutschland erschienen:


Robin Eternal:

INHALT: Das Lazarus Harz ist auf dem Weg nach Gotham und das Magistrat versucht sich damit unsterblich zu machen. Doch bevor es das Wagnis eingeht, wird es an seinen „Cybers“ getestet, die dadurch scheinbar unzerstörbar werden. Zusammen mit Spoiler und einer neu eingeführten Figur namens Darcy stellt sich Tim Drake der Herausforderung Gothams Einwohner erneut zu retten ohne, dass sie überhaupt wissen, welches Unheil über sie kommt, sollte das Magistrat weiterhin an mehr Macht gelangen.

MEINUNG dazu: Wer hierzu Lande die Serie Detective Comics gelesen hat, dem dürfte Artist Eddy Barrows niemand unbekanntes sein (wer nicht … nachholen!). Er liefert gewohnt gute Bilder ab, die perfekt mit der Kolorierung Eber Ferreiras funktionieren.

Writerin Meghan Fitzmartin lässt mit ihrem Storytelling die Bilder flüssig, schnell und sauber umgesetzt wirken. Die Story fügt hier einen (in meinen Augen) maßgeblichen Aspekt zum Charakterbuilding des Magistrats hinzu. Die Absichten werden immer deutlicher, ehe es zum (hoffentlich bald stattfindenden) Showdown kommt. Obwohl die Serien bisher durchweg damit bestechen, dass man sie losgelöst lesen kann, verdichtet sich mittlerweile mehr und mehr der Verdacht, dass man doch die ein oder andere Serie lesen sollte um das große Ganze durchblicken zu können. Robin bildet dabei keine Ausnahme. Hier werden bewusst Eckpfeiler gesetzt, die (wenn man logisch darüber nachdenkt) noch wichtig werden (könnten).

Zudem werden sich hier Charaktere bedient, die in anderen Serien ebenso vorkommen, deren Geschichten somit also fortgeführt werden. Die Robin Eternal Story spielt eindeutig vor „The next Batman #2“ und sollte auch in der Reihenfolge gelesen werden. Was es für die Deutschleser wieder schwieriger macht, da die Batman Monatsausgabe #55 (The Next Batman #1-2) am 05.10.21 erscheint, der Sonderband Nightwing/ Robin erste 2 Wochen später. So schlimm, wie es sich aber anhört ist es allerdings nicht. Ich habe es auch in umgekehrter Reihenfolge gelesen und alles war gut..!

FAZIT: Tim Drake ändert sein Wesen genauso wenig, wie es zuletzt Selina Kyle in Catwoman (nicht) getan hat. Schön zusehen, dass es in der Zukunft auch beständige Charaktere gibt und natürlich die Kreativen dahinter, die es uns glaubhaft machen. Zudem ist die Story nicht unwichtig für das große Ganze. Der Antagonist, obwohl nicht auf der Leinwand, erhält hier sehr viel mehr Tiefe.

Robin Eternal war gut, .. hat mir gefallen .. *Thumbs UP!*

Future State: Catwoman (DC Comics/ 2021) #1-2

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die Story spielt nach den Ereignissen von „Dark Detective“ #1-4

  • #1 Catwoman (I.)
  • #2 Catwoman (II.)

Writer Ram V.

Artist Otto Schmidt

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Catwoman I.+II.: Future State – Batman Sonderband #2: Catwoman und Batgirls (07.12.2021)

Catwoman:

INHALT: Maskierte Vigilanten gelten als illegal, und das Magistrat hat einen Hochgeschwindigkeitszug beschlagnahmt, um die Gefangenen zu einer Besserungsanstalt zu bringen … und den Rest des Zuges füllt er einfach so mit unschuldigen Kindern! Catwoman ist fest entschlossen, sicherzustellen, dass der Zug sein Ziel nicht erreichen wird. Bewaffnet mit ihrem neuen magnetischen Anzug, unterstützt von ihrer treuen Bande, den „Strays“ (die Streuner) und mit ihrem neuen Schützling Cheshire Cat, muss sie das Unmögliche schaffen: den Zug selber stehlen… ! Aber Selina ist nicht die einzige Person an Bord, die Pläne für diesen Zug und seinen unerwartetsten Passagier hat!

MEINUNG dazu: Ram V. hatte mich zuletzt mit seiner Swamp Thing Ausgabe positiv überrascht, umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass er auch die Catwoman Ausgaben geschrieben hat. Obwohl vom Stil her ein ganz anderer (wer will schon Catwoman und Swamp Thing miteinander vergleichen?) hat er es auch diesmal geschafft mich lächelnd zurück zu lassen. Die zwei Ausgaben sind schnell weg gelesen, bleiben jedoch eindrucksvoll im Gedächtnis. Das Pacing der Story ist obwohl schnell fortschreitend (… wie ein Zug, sicher kein Zufall) dabei aber immer gut gemacht. Die Vorgänge wirken nicht unrealistische und neue Charaktere (oder auch alte bekannte), werden stilgetreu implementiert. Selina selbst ist fest entschlossen diesen Zug aufzuhalten, dabei geht sie genauso zielstrebig und konzentriert vor, wie sie es immer macht, wie wir sie kennen und lieben. Da die Geschichte nach den Ereignissen von Dark Detecive (also Bruce Wayne) spielt, verzichtet der Autor auf vermehrtes Worldbuilding von Gotham. Dennoch kommt dieser Aspekt nicht zu kurz.

Artist Otto Schmidt, kennt man bisher aus den Green Arrow Rebirth Ausgaben und man weiß, dass er auch dort schon einen guten Job gemacht hat. Wer ihn nicht kennt… nachholen! Seine Bilder sind, obwohl teilweise hektisch (bei Explosionen oder Kampfszenen), nie wirklich unübersichtlich. Die groben und dünnen Outlines untermauern den rauen Ton, der Protagonisten, worunter auch Selinas neu geformte Streunerbande gehört.

FAZIT: Catwoman ist unverändert gut. Sie ist wohl die bisher am wenigsten entwickelte Figur im Future State Universum, doch das muss sie auch nicht. Die Story ist schnell erzählt, unterhaltsam und … wichtig!

Future State: Harley Quinn (DC Comics/ 2021) #1-2

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Harley Quinn

  • #1 Harley Quinn (I.)
  • #2 Harley Quinn (II.)

Writer Stephanie Phillips

Artist Simone Di Meo

Colorist Tamra Bonvillain

(c) DC Comics


In Deutschland erscheint die Story wie folgt:

  • Harley Quinn I.+II.: Future State Sonderband – Die Helden des DC-Universums (16.11.2021)

Harley Quinn

INHALT: Harleen Quinzel ist und bleibt Psychotherapeutin. Sie hat tiefgründige Fachkunde und ist in der Lage, dazu Personen zu lesen und Diagnosen auf zu stellen. Und genau diese Fähigkeit macht sich Dr. Jonathan Crane (den kennen wir doch?) zu Nutze, um im Auftrag des Magistrats „Masken“ zu jagen. Was folgt ist eine spannende Dr. Lecter / Agent Clarice-Beziehung, die zu überraschen weiß.

MEINUNG dazu: Man, was war das denn bitte? Harley Quinn hat mich in vielerlei Hinsicht total überrascht. Aber wo fange ich an?

Die Optik ist ganz anders als erwartet. Vorab: Simone Di Meo macht einen sehr guten Job. Der Zeichenstil und die Kolorierung ist sicher Geschmacksache aber mich hat es aus folgenden Gründen stark überzeugt. Die Story an sich, der Aufbau und die Panelanordnung, all das ist so aufgebaut, dass der Eindruck eines Noir-Leinwandstücks entsteht. Dabei bedienen sich die Kreativen grundsätzlich solcher Stilmittel, die man standardmäßig aus Filmen kennt. Vogel- und Froschperspektive, Lens Flare, Lichteffekte von allen Seiten, Fokusschärfe und Spotlight. Das ganze wirkt aber nicht aggressiv, wie man es erst meinen könnte. Zuerst fallen einem die Mittel gar nicht auf, bis man bemerkt, dass einem das ganze Lesen der zwei Ausgaben sehr stark an eine Serie oder einen Film erinnert. Nicht nur deswegen, sondern auch durch die Darstellung des neuen „Neon“-Gothams hatte ich die ganze Zeit das Gefühl eine Mischung aus Blade Runner und Ghost in the Shell vor mir zu haben. Das hat mich sehr überrascht … positiv überrascht.

Der Aufbau der Story unterstützt diese Gefühl ungemein. Hier haben wir die klassischen Merkmale eines 5-Akter-Theatherstücks. Aufbau, steigende Handlung, Höhepunkt, retadierendes Moment und Katastrophe (Ende). Auch Missionsbesprechungen und Flashbacks werden wie in einem Film erläutert und erklärt, währenddessen just in dem Moment auf der Leinwand genau das zu sehen ist (wie es gerne in den Oceans Filmen der Fall ist). Hier fehlt lediglich die musikalische Untermauerung.

Anfangs könnte man evtl. Probleme haben, sich mit der Ausrichtung der Protagonistin zurecht zu finde. Das empfinde ich aber als ein allgemeines Problem, da Harley zuletzt gerne als naive und impulsive, fast schon stumpfsinnige Figur gezeigt wurde, die immer noch Probleme damit hat herauszufinden, welcher Weg in ihrem Leben der richtige sei div. Black Labe Titel seien davon mal ausgenommen). Ich bin froh, dass es hier nicht mehr so ist. Harley wirkt geerdet, sie weiß was sie will und wie sie es bekommt. Das heißt aber nicht, dass sie die Eigenarten abgelegt hat. In ihr schlummert immer noch das etwas alberne Kind, nur halt… erwachsener… In meinen Augen eine gut gemachte Entwicklung.

FAZIT: Harley Quinn ist eine echter Überraschungshit. Keine Qutasch-Kömodie sondern ein sehr gut gemachter „Thriller“, der mich durch seine stilistischen Mittel absolut umgeworfen hat. Diese Serie sollte so weiter geführt werden.